Unser dritter Tag in Chile fing natürlich mit einem leckeren Frühstück an. Nach dem Essen fuhren wir mit der Metro in die Stadt und warteten auf Sebastian (ein Mitglied von Chigol) und 3 uns bekannte Schüler. Als die endlich da waren, sind wir zusammen auf die höchste Erhebung von Santiago gestiegen. Damit uns während des Laufens nicht zu langweilig wird, haben wir verschiedene Spiele gespielt, z.B. Verstecken. Außerdem haben wir mit einem Partner Müll auf dem Weg aufgesammelt. Das sollte uns bewusst machen, wie viel Dreck die Leute eigentlich produzieren. Jeder von uns war am Ende ziemlich kaputt und müde, aber als wir dann endlich an der Spitze des Berges ankamen, haben wir festgestellt, dass es sich gelohnt hat. Wir  bewunderten die wunderschöne Aussicht und machten Fotos. Da wir schon so fertig waren, fuhr uns ein Taxi wieder runter. Zum Abschluss gab es noch Pizza. (leider mit sehr viel Anis).

 

 

Am vierten Tag sind wir zum Chigol-Hauptsitz gefahren. Dort haben wir mit den Chigolitos (junge Kinder, die mit Chigol arbeiten) zunächst ein bisschen Straßenfußball gespielt. Außerdem fanden ein paar Kreisspiele statt. Später haben wir im Vereinshaus von Chigol gemeinsam Hot-Dogs zubereitet und gegessen. Anschließend hat uns ein Mitarbeiter von Chigol ein bisschen das Viertel gezeigt, in dem hauptsächlich die indigene Bevölkerung von Santiago wohnt. Nachmittags sind einige Schüler noch in die Stadt zum Bummeln gegangen, andere waren schon so müde, dass sie gleich ins Hostel gefahren sind. Abends haben Daniel und René für uns Bratkartoffeln zubereitet. Obwohl sie sich sehr viel Mühe gegeben haben, waren die Kartoffeln doch noch ein bisschen hart. Wir haben den Abend gleichzeitig dazu genutzt, Herrn Kürschner zu verabschieden, der auch ein paar Tage in Santiago verbracht hat. Nach vier Tagen zu neunt in einem Zimmer gab es an diesem Tag auch den einen oder anderen Konflikt zwischen den Schülern, den wir innerhalb der Gruppe besprechen und klären konnten.

 

 

Am fünften Tag hatten wir eigentlich frei. Trotzdem entschieden sich einige von uns, an einem Marsch in der Innenstadt von Santiago teilzunehmen, bei dem die indigene Bevölkerung (z.B. die Mapuche) gegen die ''Entdeckung'' von Kolumbus demonstriert hat. Bei der Demonstration wurde viel getanzt und Musik gemacht. Die einzelnen Gruppen hatten sehr bunte Kostüme an. Am Nachmittag waren einige Schüler noch auf einer Aufsichtsplattform (Santa Lucia). Außerdem wurden noch einige Mitbringsel gekauft. Manche haben auch einfach nur im Park gechillt. Damit sich die Gruppe trotzdem einmal am Tag zusammen sehen konnte, haben wir das Abendbrot gemeinsam eingenommen (Spaghetti Bolognese).

 

 

 

Am sechsten Tag besuchten wir die Candelaria-Schule, die sich im Viertel der Chigolitos befindet. Zunächst haben wir dort erneut ein paar Kennenlernspiele durchgeführt. Anschließend haben wir den Pausensport der Schule vorbereitet (Materialien rausgelegt) und auch daran teilgenommen. Dabei haben wir ganz unterschiedliche Kinder und Jugendliche kennen gelernt (Klasse 1-8). Außerdem durften wir die jüngsten und die ältesten Schüler im Kindergarten bzw. im Unterricht besuchen. Begleitet wurden wir dabei von fünf Mediatoren der Schule (ausgebildet von Chigol). Mit diesen Schülern hatten wir insgesamt den engsten Kontakt. Wir verabredeten uns mit ihnen für weitere Treffen. Am Nachmittag sind einige Schüler unserer Gruppe in die Stadt gefahren, um Briefmarken zu kaufen und Postkarten zu verschicken. Abends gab es mal wieder Pizza (auf Wunsch der Schüler).

 

Am siebten Tag waren wir wieder an der Candelaria-Schule. Dort haben wir kleine Übungen zum Thema Stereotype gemacht. Wir sollten z.B. bei anderen Personen nur aufgrund des Aussehens auf den Rücken schreiben, was sie später mal werden wollen, was ihre Hobbys sind oder was sie mit einer Million Euro machen würden. Oft stimmte das Geschriebene mit der Wirklichkeit nicht überein. Danach haben wir uns in zwei Gruppen  aufgeteilt (deutsche und chilenische) und haben ein Plakat darüber gemacht, was wir jeweils über das andere Land denken. Nach der Pausenhofgestaltung haben wir ein typisch chilenisches Nationalgericht gegessen, Spaghetti und weiße Bohnen. Als Kompott gab es süßes Wasser (getrocknete Pflaume, Gerstenkörner). Am Nachmittag sind wir dann gemeinsam zum Bowling ins Zentrum gefahren. Die Chilenen haben das erste Mal gebowlt. Zusätzlich brachten wir uns gegenseitig die Sprachen bei. Der Tag hat uns allen Spaß gemacht. Es wurde viel gelacht.

Am achten Tag waren wir ein weiteres Mal an der Candelaria-Schule. Am Anfang haben wir ein Wörterbuch  Deutsch/Spanisch angefertigt. In der Pause spielten wir mit den jüngeren Schülern verschiedene Spiele. Danach gab es mal wieder ein chilenisches Mitagessen. Anschließend sind wir in einen Park gegangen und haben eine kleine Bootstour gemacht. Zum Schluss begleiteten uns die Chilenen nach Hause. Abends gab es endlich ein nahrhaftes Abendbrot, das wir selber zubereitet haben.

 

Am neunten Tag haben wir erst einmal schön ausgeschlafen. Nach dem Frühstück sind wir in das Viertel Cerro Navia gefahren, um gemeinsam mit den Chigolitos einen Hip-Hop-Song zu erfinden und aufzunehmen. Zu Beginn war das ganz schön schwierig, weil wir bisher noch keine Erfahrung im Texten hatten, aber nach einer Weile haben wir alle ein paar nette Verse zusammengestellt. Das Aufnehmen des Songs war besonders aufregend. Juan, der an diesem Tag die Hauptverantwortung hatte, nutzte beim Aufnehmen ein richtiges Mischpult. Das Ergebnis klang zwar nicht total professionell, aber für das erste Mal war das schon gar nicht schlecht. Abends fand in unserem Hostel noch ein BBQ statt. LECKER!!!

 

 

 

Am zehnten Tag sind wir vormittags mit einem Kleinbus in eine Schule in ländlicher Gegend gefahren, die sich ungefähr zwei Stunden von unserem Hostel enfternt befindet. Dort wurde zunächst bei einer Powerpoint-Präsentation die Arbeit der Schule, die Arbeit von Chigol und unsere Erfahrungen während der Reise vorgestellt. Anschließend haben wir uns die Schule etwas genauer angeguckt. Danach sind wir auf einen der umliegenden Berge gewandert. Von dort hatten wir eine tolle Aussicht. Im Anschluss daran haben wir gemeinsam gekocht und gegessen. Es gab Empanadas und Eierkuchen. Am Nachmittag haben die Jungen noch Straßenfußball gespielt. Das war ziemlich ungewöhnlich, weil wir sonst immer in gemischten Teams spielen. Das scheint aber auf dem Land nicht üblich zu sein. Nach der Rückkehr sind wir noch in ein Restaurant gegangen. Die Pommes waren leider zu weich und zu fettig! Iiiiiiiiiiiihhhhhhh!!!

 

Am elften Tag sind wir zusammen mit einigen Schülern der chilenischen Seite ins Phantasialand von Santiago gefahren. Das hat viel Spaß gemacht. Neben Achterbahnen, Wildwasserbahnen und anderen verrückten Fahrgeschäften gab es auch so einen Fallturm, wie einige von uns vor ca. 1 Monat in Soltau kennen gelernt haben. Verspeist haben wir Hot-Dogs, Pizzen, leckere Empanadas und Bratkartoffeln. Am lustigsten waren eigentlich die Wildwasserbahnen, weil man dabei sehr nass geworden ist. Gut für unser Zusammenleben war die Tatsache, dass wir mehr in Kleingruppen unterwegs waren. Ein bisschen Abstand kann man ja gebrauchen.

 

 

 

Am zwölften Tag hatten wir frei. Wir nutzten die Zeit, um mit zwei Gruppen zum größten Shopping-Center von Santiago zu fahren. Einige von uns waren dort sehr "erfolgreich", andere leider nicht. Ein paar Schüler konnten aber in der Nähe von Santa Lucia ein bisschen Schmuck kaufen. Manche Jungen haben sich noch etwas mehr die Stadt angeguckt (Kirche, Universität, Kulturhaus). Am Abend haben wir zusammen im Hostel Nudelauflauf gegessen.

 

 

 

 

Am dreizehnten Tag haben wir mit Pablo (dem Chef von Chigol) einen Ausflug an den Pazifischen Ozean gemacht. Dazu sind wir mit einem Reisebus zunächst nach Valparaiso gefahren. Dort haben wir auf einer Anhöhe die schöne Aussicht genossen. Später ging es dann nach Vina del Mar an den Strand. Einige von uns waren so mutig, dass sie ein Bad bei gefühlten 10 Grad Celsius gewagt haben. Die Sonne schien den ganzen Tag. Superwetter also! Am Abend gab es mal wieder ... na was wohl ? ... PIZZAAAAAAA!!! 

  

 

 

Am vierzehnten Tag haben wir erst einmal lange ausgeschlafen. Einige von uns sind dann noch in die Stadt gefahren, um Briefe loszuschicken oder private Einkäufe zu machen. Anschließend wollten zwei/drei Leute eigentlich ein geschichtliches Museum besuchen, aber um 16 Uhr hatte dann doch kein Schüler mehr Lust darauf. Die anderen Faulenzer lagen den ganzen Tag bei angenehmen 26 Grad Celcius am Pool. Abends gab es Pellkartoffeln mit Würstchen und Mischgemüse.

 

 

 

Am fünfzehnten Tag waren wir erneut an der Teresiana-Schule, um ein am Freitag von Chigol ausgerichtetes Seminar vorzubereiten. Dazu haben wir mit den Teresianern und den Canderlariern ein Transparent mit Farben gestaltet. Anschließend haben wir die unterschiedlichen Rollen für das Seminar abgesprochen. Außerdem gab es mal wieder ein paar Kreisspiele. Zum Abendbrot haben einige Schüler Empanadas und die anderen Bratkartoffeln gegessen.

 

 

 

 

Am sechszehnten Tag sind wir zu einer Konferenz in die Teresiana-Schule gefahren. Dort wurde das Konzept Straßenfußball für verschiedene Organisationen vorgestellt. Zu Beginn spielten einige von uns Straßenfußball, während Pablo dazu die Regeln erklärte. Anschließend gab es ein paar Vorträge (Chigol, Kickfair und eine argentinische Orga). Danach kamen noch Schüler und Studenten zu Wort. Am Nachmittag haben wir dann mit allen Teilnehmern des Austausches unsere Reise ausgewertet. Zum Abschluss sind wir alle gemeinsam noch einmal in die Cerro Navia gefahren, um dort Abendbrot zu essen (Lamm, Reis und Salat) und uns zu verabschieden. Ein bisschen aufregend war noch unsere Heimfahrt, weil wir ewig auf den Bus warten mussten. So kamen wir also erst um 2 Uhr in der Nacht ins Hostel zurück.

Hiermit endet unser kleiner Blog. Wir hoffen, dass er ein bisschen informativ war.


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